Meyer Sound feiert 40 Jahre als Global Official Sound Partner des Montreux Jazz Festival

Foto: Ralph Larmann Foto: Ralph Larmann
Pressemitteilung: Meyer Sound, 12. August 2026

TIGRA und PANTHER bei der 60. Festivalausgabe im Einsatz

In diesem Sommer feierte das Montreux Jazz Festival seine 60. Ausgabe. Gleichzeitig blickte Meyer Sound auf 40 Jahre als Global Official Sound Partner des Festivals zurück. Dieses gemeinsame Jubiläum wurde unter dem Motto „60/40“ gefeiert: 60 Festivals und 40 Jahre Partnerschaft mit Meyer Sound.

Vom 3. bis 18. Juli begrüßte das Festival mehr als 250.000 Besucher bei über 700 Konzerten und Veranstaltungen am Ufer des Genfersees in Montreux, Schweiz. Mittelpunkt des Festivals war das frisch renovierte Montreux Music & Convention Centre mit den beiden Hauptbühnen Auditorium Stravinski und Montreux Jazz Lab. Dort trafen internationale Musiklegenden wie Sting, Nick Cave & The Bad Seeds, Van Morrison und Marcus Miller auf Künstler der jüngeren Generation wie Tyla, Conan Gray und PinkPantheress.

Das Jubiläumsjahr brachte einen der umfangreichsten Einsätze von Meyer Sound Technologie in der Geschichte der Partnerschaft mit sich. Mehr als 700 Lautsprecher kamen auf den zwölf offiziellen Festivalbühnen sowie in Bars, Hospitality-Bereichen und Sponsorenzonen zum Einsatz. Ein besonderes Highlight war das Montreux-Debüt von TIGRA, dem neuesten Line-Array-System von Meyer Sound, das zuvor bereits beim Roskilde Festival seine internationale Festivalpremiere gefeiert hatte. Sämtliche Audiosysteme wurden wie in den Jahren zuvor von dem Schweizer Veranstaltungstechnik-Unternehmen Skynight geliefert und integriert.

Foto: Ralph Larmann
Foto: Ralph Larmann

IM AUDITORIUM STRAVINSKI

Im Auditorium Stravinski sorgte ein System aus PANTHER Line Arrays und 2100-LFC Low-Frequency Control Elementen für den Sound. Zur Eröffnung kam jedoch eine besondere Produktion zum Einsatz: Die britische Sängerin Raye präsentierte ein zweistündiges Konzert auf einer speziell angefertigten, rotierenden Rundbühne in der Mitte des Saals. Begleitet wurde sie von einem 22-köpfigen Ensemble, mit dem Front-of-House-Engineer Matthias Garrick am Pult.
Für diese außergewöhnliche Produktion wurde ein eigenes Systemdesign entwickelt. Im Zentrum standen PANTHER-M Lautsprecher, ergänzt durch TIGRA als Fill-Systeme sowie LEOPARD, LINA und ULTRA-X80 Lautsprecher. Hinzu kamen 2100-LFC und 900-LFC Low-Frequency Control Elemente, wodurch das gesamte Setup die Aufmerksamkeit des Publikums gezielt auf die zentrale Bühne lenkte.

Mit überraschenden Gastauftritten von Mark Ronson und Alicia Keys wurde der Abend zu einem der prägenden Festivalmomente der vergangenen Jahre. Der Aufbau erforderte 36 Stunden Arbeit mit mehreren Teams im Schichtbetrieb. Bereits am nächsten Morgen war der Saal wieder vollständig für den regulären Festivalbetrieb umgerüstet.

„Das war ein echter Montreux-Moment“, sagt Andy Davies, Senior Director of Product Management bei Meyer Sound, der während des gesamten Festivals vor Ort war. „Das Festival schafft immer wieder besondere Erlebnisse und Momente. Das macht die Zusammenarbeit spannend, selbst wenn sie uns vor große Aufgaben stellt. Vom ersten Tag an haben alle Teams herausragende Arbeit geleistet, sowohl für diese außergewöhnliche Eröffnungsshow als auch dafür, dass das gesamte Festival auf dem hohen Niveau blieb, für das Montreux bekannt ist.“

Foto: Ralph Larmann
Foto: Ralph Larmann

TIGRA IM MONTREUX JAZZ LAB

Im Montreux Jazz Lab bildete TIGRA gemeinsam mit 2100-LFC Low-Frequency Control Elementen das Herz des Beschallungssystems.
„TIGRA bewegt sich bei Größe und Gewicht im mittleren Bereich und liefert gleichzeitig klanglich die Leistung eines großformatigen Systems“, erklärt Martin Reich, Sound Coordinator und Resident Engineer des Festivals. „Dadurch haben wir jetzt auch im Jazz Lab den Klangcharakter eines Großformatsystems. Bisher mussten wir dort aufgrund von Gewichtsbeschränkungen kleinere Systeme einsetzen.“

Gastingenieure reagierten durchweg positiv auf das neue System. Für den Londoner Front-of-House-Engineer Femi Bello, der während des Festivals mehrere Acts im Jazz Lab betreute, ist vor allem die Linearität von TIGRA entscheidend.
„Egal ob ein Sänger sehr leise oder sehr laut ist, das System transportiert den Klang unverfälscht. Was man am Mischpult hineingibt, kommt genauso über die PA heraus. Die Balance stimmt einfach.“
Auch Frank Demaret, FOH-Engineer des Jazz Lab, machte ähnliche Erfahrungen: „Die Techniker kommen an, hören das System und sagen: Das passt. Vielleicht nehmen sie ein paar kleine Anpassungen vor, aber ich habe nie erlebt, dass jemand alles grundlegend verändern wollte.“

Für Andy Davies war besonders die nahtlose Integration von TIGRA in die Meyer Sound Produktfamilie bemerkenswert.
„Wir sind durch das Auditorium Stravinski gegangen und haben TIGRA als Center-Fills neben den PANTHER-Hauptarrays gehört. Man nimmt keinerlei Übergang zwischen den Systemen wahr. Diese Lautsprecher bilden eine Familie, die sich flexibel für unterschiedlichste Anwendungen kombinieren lässt.“
Standortübergreifend sorgte die Nebra Software für eine zentrale Steuerung und Überwachung verschiedener Meyer Sound Plattformen und Prozessorgenerationen. Dazu gehörten RMServer, Galileo GALAXY Network Platforms sowie das integrierte GEN-1 Processing von TIGRA.

EINE LEERE LEINWAND FÜR KREATIVITÄT

Zuverlässigkeit und ein konsistenter Klang waren auf allen Bühnen des Festivals die Grundlage für den reibungslosen Betrieb.
„Es ist sehr beruhigend, auf dem gesamten Festivalgelände denselben Klangcharakter zu haben“, sagt Reich. „Wir können uns vollständig auf die Lautsprecher verlassen, weil wir genau wissen, wie sie klingen, wenn alles optimal funktioniert.“

Für Gasttechniker bedeutet diese Konstanz vor allem kreative Freiheit.
„Wir geben ihnen eine leere weiße Leinwand, die sie mit ihren eigenen Farben gestalten können“, erklärt Reich. „Wenn ein Engineer an einem Abend einen Frequenzbereich reduziert und der nächste