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Die LD Systems MAUI 44 G3 und 66 G3 erweitern die bekannte MAUI-Serie um zwei leistungsstarke Säulen-PA-Systeme. Beide Modelle richten sich an DJs, Bands und Veranstaltungstechniker, die größere Veranstaltungen beschallen möchten. Während die MAUI 44 G3 mit einem 15-Zoll-Subwoofer ausgestattet ist, setzt die größere MAUI 66 G3 auf einen 18-Zoll-Tieftöner. Doch welche Unterschiede gibt es bei Klang, Ausstattung und Handling?
LD Systems MAUI 44 G3 und 66 G3: Technische Daten
Die MAUI 44 G3 bietet eine Leistung von 3.600 Watt und erreicht einen maximalen Schalldruck von 133 dB. Die größere MAUI 66 G3 kommt auf 3.800 Watt und 135 dB. Beide Anlagen verfügen über einen horizontalen Abstrahlwinkel von 120° und einen vertikalen von 25°. Unterschiede zeigen sich vor allem beim Frequenzbereich, der Lautsprecherbestückung und beim Gewicht.
| Eigenschaft | MAUI 44 G3 | MAU 66 G3 |
| Leistung | 3600W | 3800W |
| Max. SPL. | 133dB | 135dB |
| Frequenzbereich | 34Hz - 20kHz | 28Hz - 20kHz |
| Subwoofer | 15 Zoll | 18 Zoll |
| Mitteltöner | 14 x 3,5 Zoll | 16 x 3,5 Zoll |
| Hochtöner | 4 x 1 Zoll | 4 x 1 Zoll |
| Abstrahlung | 120° x 25° | 120° x 25° |
| Gewicht | 46kg | 57kg |
Besonders beim Tieftonbereich bietet die MAUI 66 G3 mehr Reserven. Allerdings entscheiden nicht allein die Leistungsdaten über den tatsächlichen Klangeindruck.
MAUI 44 G3: Ausstattung und Verarbeitung
Sie besitzt insgesamt 14 Mitteltöner mit jeweils 3,5 Zoll sowie vier 1-Zoll-Hochtöner. Sechs Mitteltöner sind mit sogenannten Phase-Plugs ausgestattet. Diese Bauteile sitzen vor der Lautsprechermembran und sollen unerwünschte Auslöschungen reduzieren. Zusammen mit den angepassten Waveguides unterstützen sie eine gleichmäßige Schallverteilung. Auch die Verarbeitung überzeugt mit einem soliden Gehäuse und gut erreichbaren Bedienelementen. Die einzelnen Komponenten sind auf einen schnellen Aufbau ausgelegt.
Anschlüsse und Bedienung
Auf der Rückseite befinden sich verriegelbare PowerCON-Anschlüsse für die Stromversorgung. Dadurch ist die Verbindung gegen versehentliches Herausziehen gesichert. Für das Audiosignal steht ein kombinierter XLR-/6,3-mm-Klinkeneingang zur Verfügung. Die Lautstärke des Hauptsignals und der Subwoofer-Pegel lassen sich getrennt einstellen. Beide Drehregler besitzen Rastpunkte, wodurch sich Einstellungen leichter nachvollziehen lassen. Zusätzlich informieren LEDs über den Betriebszustand, das Eingangssignal und die Aktivität des Limiters.
Bluetooth und Cardioid-Funktion
Es wird die Musikwiedergabe über Bluetooth unterstützt. Dabei lässt sich festlegen, ob das linke, rechte oder vollständige Stereosignal wiedergegeben wird.
Das ist besonders beim Einsatz von zwei Anlagen interessant. Über den Subwoofer-Ausgang kann außerdem ein zusätzlicher Subwoofer eingebunden werden. Für einen entsprechenden Cardioid-Aufbau steht eine eigene Funktion zur Verfügung. Dadurch lässt sich die Bassabstrahlung gezielter beeinflussen.
MAUI 44 G3 MIX: Integriertes Mischpult für Bands
Neben der Standardversion bietet LD Systems die MAUI 44 G3 MIX an. Diese Variante besitzt einen integrierten Mixer mit insgesamt acht Kanälen. Sechs Kanäle stehen für Mikrofone zur Verfügung. Auch Instrumente lassen sich direkt anschließen. Zudem können zwei MIX-Systeme miteinander verbunden werden. Die Steuerung erfolgt unter anderem über ein iPad. Gerade für kleinere Bands ist das interessant. Je nach benötigten Funktionen kann dadurch ein separates Mischpult entfallen. Mit 48 kg wiegt die MIX-Version lediglich zwei Kilogramm mehr als die Standardausführung.
MAUI 66 G3: Mehr Tiefgang durch einen 18-Zoll-Subwoofer
Die MAUI 66 G3 setzt auf einen 18-Zoll-Subwoofer, 16 Mitteltöner und vier 1-Zoll-Hochtöner. Besonders die Mitteltonwiedergabe überzeugt. Stimmen und Gitarren klingen präsent und bleiben auch bei höheren Lautstärken gut wahrnehmbar. Positiv fallen außerdem die strömungsoptimierten Bassreflexöffnungen auf. Selbst bei hohen Pegeln entstehen keine auffälligen Strömungsgeräusche. Der 18-Zoll-Subwoofer liefert einen tiefreichenden Bass. Damit bietet die größere Anlage vor allem Vorteile bei Anwendungen, die mehr Tiefgang benötigen.
MAUI 66 G3 im Messtest: Frequenzgang und Abstrahlung
Bei einer Messung im Außenbereich erreicht die MAUI 66 G3 einen unteren -3-dB-Punkt von ungefähr 34 bis 35 Hz. Die Messungen erfolgten in verschiedenen Abständen und Winkeln. Dabei wurden unter anderem Positionen in sechs und zwölf Metern Entfernung untersucht. Im Mitteltonbereich zeigt sich ein weitgehend gleichmäßiger Frequenzgang. Auch außerhalb der Hauptachse bleibt die Wiedergabe über weite Bereiche stabil. Das spricht für eine breite und gleichmäßige Schallverteilung.
Auffälligkeiten im Hochtonbereich
Im Bereich um 10 kHz zeigt der Frequenzgang eine Auffälligkeit. Besonders außerhalb der Hauptachse ist ein Einbruch erkennbar. Gleichzeitig kann der obere Hochtonbereich bei bestimmten Musikstücken etwas präsent wirken. Eine Absenkung um ungefähr 3 dB sorgt für eine ausgewogenere Klangabstimmung. Die Messbedingungen sind dabei zu berücksichtigen. Wind und Reflexionen können einzelne Ergebnisse beeinflussen. Deshalb lassen sich die Messwerte nicht ohne Weiteres mit kontrollierten Labormessungen vergleichen.
Aufbau und Transport im Vergleich
Die MAUI 44 G3 lässt sich ohne Werkzeug aufbauen. Die Säulenelemente werden über integrierte Steckkontakte miteinander verbunden. Eine magnetische Abdeckung schützt den Anschluss am Subwoofer. Für den Transport der Säulenelemente steht eine Tasche mit Trennsteg und Schaumstoffschutz zur Verfügung. Lediglich die seitlichen Griffmulden könnten etwas tiefer ausfallen. Bei der MAUI 66 G3 spielt das höhere Gewicht eine größere Rolle. Der Subwoofer besitzt vier Griffe, sollte aufgrund seiner Größe und seines Gewichts jedoch möglichst zu zweit getragen werden. Auch beim Aufbau gibt es eine Einschränkung. Die Säule lässt sich nicht einfach mit nur einem Säulenelement betreiben. Ein entsprechendes Zubehör für einen getrennten Aufbau könnte deshalb zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.
Fazit: Welche MAUI passt zu welchem Einsatz?
Die LD Systems MAUI 44 G3 und 66 G3 bieten leistungsstarke Beschallungslösungen für DJs, Bands und Verleiher. Die MAUI 44 G3 punktet mit einfacher Handhabung, solider Verarbeitung und umfangreicher Ausstattung. Besonders die MIX-Version ist für Bands interessant, die ein kompaktes Setup mit integriertem Mischpult bevorzugen. Die MAUI 66 G3 bietet dagegen mehr Tiefgang und eine kräftige Mitteltonwiedergabe. Auch die breite Abstrahlung macht sie für größere Veranstaltungen interessant. Dafür bringt das größere System mehr Gewicht mit.
Welche Säulen-PA besser passt, hängt deshalb schlichtweg vom Einsatzbereich ab. Neben dem gewünschten Schalldruck spielen Transport, Aufbau und Bassbedarf eine wichtige Rolle. Beide Systeme verfolgen ein ähnliches Konzept, setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Wer sich zwischen ihnen entscheiden möchte, sollte aus diesem Grund neben den technischen Daten auch einen eigenen Hörvergleich einplanen.