Pressemitteilung: RCF Deutschland, 30 . Juli 2026
Beim Woodstock der Blasmusik 2026 sorgten Beschallungssysteme von TT+ Audio und RCF auf fünf Spielstätten für eine kontrollierte und gleichmäßige Schallverteilung.
Eine besondere Rolle übernahm dabei das neue kompakte Cardioid-Line-Array GTX 7C, das auf der Allerhand Stage gemeinsam mit dem Cardioid-Subwoofer GTS 16C eingesetzt wurde.
Vom 2. bis 5. Juli 2026 wurde Ort im Innkreis erneut zum Zentrum der internationalen Blasmusikszene. In seiner 15-jährigen Festivalgeschichte hat sich das Woodstock der Blasmusik zu einer Veranstaltung entwickelt, deren Dimension weit über ein klassisches Genre-Festival hinausgeht: Rund 110.000 Besucherinnen und Besucher erlebten an vier Tagen mehr als 150 Bands auf neun Bühnen. Insgesamt standen dabei über 1.500 Musikerinnen und Musiker auf dem Festivalgelände.
Das musikalische Spektrum reichte von traditioneller böhmisch-mährischer Blasmusik über Oberkrainer-Formationen und Big Bands bis hin zu Brass-Pop, Jazz, elektronischen Einflüssen und genreübergreifenden Projekten. Auf den mit TT+ Audio und RCF ausgestatteten Spielstätten waren unter anderem Southbrass, Die Innsbrucker Böhmische, Franz Posch & seine Innbrüggler, Thomas Leleu, Bullhorns feat. Drew Sarich, Die Fexer, WüdaraMusi und Alpenblech zu hören.
Fünf Bühnen, fünf unterschiedliche Anforderungen
Die fünf ausgestatteten Spielstätten unterschieden sich deutlich hinsichtlich Größe, Publikumsbereich, Programm und baulicher Situation. Entsprechend kamen individuell abgestimmte Systemkonfigurationen zum Einsatz:
Allerhand Stage
16x GTX 7C, 12x GTS 16C, 2x GT 8 und 2x RCF TTL 4-A als Delay
Almdudler Sepp a Reh
24x TT+ Audio GTX 10, 12x GTS 29 und 2x RCF TTL 6-A als Front Fill
Hornbach Koloss
12x RCF HLD 26-A, 2x HDL 35-A
Woodstock Stadel
16× RCF HDL 30-A, 6x SUB 9004-AS, 2x TTL 4-A als Front Fill mit 4x TT 10-A als Delay
Kraut & Ruabm Arena
18x TT+ Audio GTX 12, 12x GTS 29, 3x RCF TT 10-A als Front Fill
Der Woodstock Stadel nimmt dabei eine Sonderrolle ein. Anders als die temporären Festivalbühnen wird die dortige Beschallungsanlage ganzjährig als Festinstallation betrieben. Neben dem HDL 30-A und dem SUB 9004-AS gewährleisten die TT 4-A als Frontfills und die TT 10-A als Delay-Lautsprecher eine auf die räumlichen Gegebenheiten abgestimmte Versorgung.
Gezielte Schallverteilung statt unnötiger Energie
Auf der Allerhand Stage kam mit dem GTX 7C erstmals das neue kompakte Cardioid-Line-Array von TT+ Audio zum Einsatz. Ergänzt wurde es durch den GTS 16C, den speziell auf das System abgestimmten, flugfähigen Cardioid-Subwoofer.
Die Bedeutung eines cardioiden Lautsprechersystems zeigt sich besonders in einer dicht belegten Festivalumgebung. Mehrere Bühnen, Backstagebereiche, technische Arbeitsplätze und Aufenthaltszonen liegen teilweise nah beieinander. Schall soll daher möglichst genau dort ankommen, wo sich das Publikum befindet – und nicht gleichermaßen nach vorne und nach hinten abgestrahlt werden.
Beim GTX 7C werden nach vorne und nach hinten arbeitende Lautsprecher über getrennte Verstärkerkanäle angesteuert und mithilfe digitaler Signalverarbeitung aufeinander abgestimmt. So lässt sich die rückwärtige Schallabstrahlung bereits im Line-Array-Modul gezielt reduzieren. Laut Hersteller erreicht das System im Mittel eine rückwärtige Dämpfung von 22 dB bis 500 Hz. Gleichzeitig bietet jedes Modul einen maximalen Schalldruckpegel von 140 dB und eine horizontale Abdeckung von wahlweise 120 oder 70 Grad.
Der praktische Nutzen liegt dabei nicht in einem höheren Pegel um seiner selbst willen. Entscheidend ist die Kontrolle: Weniger rückwärtige Energie kann den Schallpegel auf der Bühne reduzieren, Übersprechen in benachbarte Bereiche begrenzen und die Arbeitsbedingungen für Musikerinnen, Musiker und Technik verbessern.
Durch das aktiv cardioide Design wird das GTX 7C Bi-Amped betrieben. Dies ermöglicht eine noch feinere Abstimmung der Komponenten aufeinander und somit eine rückwärtige Dämpfung von Schallabstrahlung.
Der GTS 16C führt dieses Prinzip im Tieftonbereich fort. Als dedizierter Low-Frequency-Partner des GTX 7C nutzt er ebenfalls eine aktive Cardioid-Technologie und kann innerhalb desselben Rigging-Konzepts geflogen oder am Boden eingesetzt werden. Dadurch lässt sich die Richtwirkung des Systems über einen breiteren Frequenzbereich hinweg kontrollieren.
Präzision unter realen Festivalbedingungen
Ein Festival mit über 100.000 Gästen, zahlreichen parallel laufenden Konzerten und einem stilistisch breit gefächerten Programm verlangt Beschallungssystemen weit mehr ab als reine Leistungsreserven. Gefordert sind reproduzierbare Ergebnisse, eine möglichst gleichmäßige Abdeckung, ausreichender Headroom und die Fähigkeit, den Schall auch in komplexen Umgebungen kontrolliert zu führen.
Gerade die Allerhand Stage bot deshalb ein geeignetes Einsatzfeld für das kompakte Cardioid-System. Unterschiedliche Besetzungen und Musikstile konnten mit einer Systemkonfiguration betreut werden, die hohe Pegelreserven mit einer gezielten Richtwirkung verband. Das GTX 7C war damit nicht lediglich eine kompaktere Alternative zu größeren Line-Arrays, sondern ein Werkzeug zur bewussten akustischen Gestaltung des gesamten Bühnenumfelds.
Phil Scholz, Application Support, RCF Germany führt dazu wie folgt aus: „Im Backstagebereich haben es Künstler und Mitarbeiter gerne ruhig. Insbesondere in Zelten wie der Allerhand Stage Summiert sich hinter und neben der Bühne eine Menge Diffusschall, mit teils gleichem Pegel wie in den ersten Publikumsreihen. Das macht den Künstlern das entspannen vor dem Auftritt schwer und den Kollegen die essenzielle Kommunikation. Das konnten wir mit dem GTX7C wirklich auf ein Minimum reduzieren, sodass eigentlich nurnoch die Instrumente selbst und das Bühnenmonitoring hörbar waren. Noch besser hat die cardioide Wirkung hinter dem Zelt funktioniert. Dort war kaum noch etwas von der Party im Zelt selbst zu hören.“
Mit den unterschiedlichen Systemlösungen auf fünf Spielstätten zeigte das Woodstock der Blasmusik, wie breit moderne Beschallungstechnik aufgestellt sein muss. Von der ganzjährig genutzten Festinstallation im Woodstock Stadel über großformatige GTX-Systeme bis zur Premiere des kompakten GTX 7C mit GTS 16C stand nicht ein einzelnes Produkt, sondern die jeweils passende Lösung für Bühne, Raum und Programm im Mittelpunkt.