Pressemitteilung: CODA Audio, 29. September 2026
Klassische Musik und Jazz unter freiem Himmel und vor großer Kulisse:
Beim Europa Open Air des hr-Sinfonieorchesters und der Europäischen Zentralbank wurde am 20. August die Frankfurter Weseler Werft zu einer außergewöhnlichen Spielstätte. Rund 10.000 Besucher erlebten das hr-Sinfonieorchester unter Leitung von Chefdirigent Alain Altinoglu, sowie die hr-Bigband. Für eine gleichmäßige Beschallung des rund 250 Meter langen Publikumsbereichs sorgte ein umfangreiches CODA Audio-System. Verantwortlich für die Bereitstellung und Umsetzung der Licht- und Beschallungstechnik war die MKM Event Show Technik GmbH.
Das musikalische Spektrum des Abends stellte hohe Anforderungen an die Beschallung: Auf dem Programm des hr-Sinfonieorchesters standen unter anderem Werke von Peter Tschaikowsky, Edvard Grieg und George Gershwin, als Solist brillierte der weltbekannte französische Akkordeonist Richard Galliano. Für die swingende Eröffnung sorgte die hr-Bigband unter Leitung von Jörg Achim Keller mit dem mehrfachen Grammy-Gewinner Kurt Elling als Stargast.
Eine besondere Herausforderung bestand darin, den differenzierten Klang eines großen Orchesters über die weitläufige Open-Air-Fläche möglichst natürlich und gleichmäßig abzubilden. „Ein Orchester spielt traditionell in einem Konzertsaal, dessen Akustik für eine optimale Schallübertragung ausgelegt ist“, erklärt Alexander Kolb, der beim Europa Open Air für den FOH-Mix des hr-Sinfonieorchesters verantwortlich zeichnete. „Unter freiem Himmel fehlen diese Reflexionen und damit auch der gewohnte Raumeindruck. Gleichzeitig können in einer Stadt Häuserwände für hörbare Echos sorgen.“
Entsprechend wichtig war eine präzise Planung des Beschallungssystems. Verantwortlich dafür war der von MKM Event Show Technik engagierte Techniker Daniel Vollrath. Die grundlegenden Systempositionen waren durch die Ausschreibung des Hessischen Rundfunks sowie die örtlichen Gegebenheiten vorgegeben. Bereits auf Basis von Bauplänen (und Google Maps) entstand mithife des CODA Audio System Optimisers ein erster Entwurf, der bei einem Vor-Ort-Termin überprüft und verfeinert wurde.
„Der Publikumsbereich war etwa 250 Meter lang – das ist schon eine nicht zu unterschätzende Strecke“, sagt Vollrath, „das Systemdesign musste so ausgelegt sein, dass ein möglichst breites Frequenzspektrum über große Distanzen übertragen werden kann.“ Als Hauptsystem kam deshalb CODA Audios Flaggschiff der VCA-Familie, das leistungsstarke Dual-12“-3-Wege-System AiRAY zum Einsatz. Insgesamt standen dafür 28 AiRAY mit 90-Grad- sowie acht AiRAY mit 120-Grad-Abstrahlung bereit. „Die Entscheidung für AiRAY als Hauptsystem lag auf der Hand“, erklärt Vollrath, „hier musste die höchste Leistung über die längste Strecke übertragen werden.“
Für die erste Delay-Line setzte das Team auf das High Output Fullrange-Line Array-System CiRAY. Aufgrund der Breite des Geländes wurden drei Arrays benötigt. Die zweite Delay-Ebene wurde mit dem kompakten 3-Wege Line Array-System ViRAY realisiert. Ergänzend kamen APS-Systeme (3-Wege Arrayable Point Source) sowie SCP-Sensor-Controlled-Subwoofer zum Einsatz. Auch das Monitoring wurde mit CODA Audio umgesetzt – unter anderem mit HOPS5 und HOPS8T (beides (2-Wege Punktschallquellen) sowie CUE ONE und CUE FOUR (beides 3-Wege Bühnenmonitore).
Die Kombination verschiedener Systeme und Abstrahlwinkel erlaubte es, die Beschallung exakt an die Gegebenheiten der Weseler Werft anzupassen. Darüber hinaus galt es, Schallemissionen außerhalb des Publikumsbereichs möglichst gering zu halten. „Eine gleichmäßige Beschallung des gesamten Areals ist Grundvoraussetzung“, sagt Vollrath, „dafür ist fast immer eine Kombination aus eng- und breitabstrahlenden Systemen notwendig.“
Gerade bei klassischer Musik kommt es nicht allein auf Reichweite und Pegel an. Feine klangliche Nuancen müssen ebenso übertragen werden wie die große Dynamik eines Orchesters – vom leisen Instrument bis zur Fortissimo-Passage. Hier sieht Vollrath eine große Stärke der
eingesetzten Systeme: „Meiner Meinung nach punktet CODA Audio gerade bei Klassik und Orchester durch hervorragende Detailauflösung.“ Entscheidend sei außerdem gewesen, Hauptsystem und Delay-Lines bei den Messungen möglichst exakt aufeinander abzustimmen. Die finale klangliche Einrichtung erfolgte gemeinsam mit Alexander Kolb. Nach Soundcheck und Proben waren nur noch minimale Anpassungen notwendig. So wurden während des Konzerts lediglich die Delayzeiten entsprechend der sich verändernden Temperaturen angepasst.
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Aventem übernahm in verantwortlicher Funktion die Gestaltung der Hauptbühne „Main Stage“ und der Nebenbühnen „Arena“ und „Forum“. Hierzu gehörte der Bühnen- und Set-Bau, die gesamte Vielfalt der Ton-, Licht- und Videotechnik und die komplette Mobiliar-Ausstattung. Insgesamt wurden auf der Hauptbühne und den beiden Nebenbühnen zusätzlich zu den MAC Encore auch 28 x MAC Viper™ Performance, 10 x MAC Quantum Profile™, 10 x MAC Quantum Wash™, 16 x Claypaky A.leda K10, 14 x RUSH MH 3 Beam™, 3 x grandMA2 light, 1 x grandMA3 light, 2 x MA NPU (Network Processing Unit) sowie 26 Projektoren eingesetzt.
Die Gewerkeleitung Licht hatte Thomas Schneider inne. Er äußerte sich zum Martin MAC Encore™ Performance: „Der MAC Encore hat uns bei diesem Projekt mit seiner äußert farbgetreuen Ausleuchtung und seinem hohen Licht-Output überzeugt. Dazu kam noch, dass das Gerät sehr leise im Betrieb ist und so nicht störend aufgefallen ist. Wir sind mit dem Encore sehr zufrieden.“
Auch Kolb hebt die klanglichen Eigenschaften des Systems hervor: „Die Systeme übertragen hohe Frequenzen hochaufgelöst über weite Distanzen, ohne dabei aggressiv zu klingen. Sie erzeugen wenig eigene Verzerrungen, sodass der natürliche Klang eines Orchesters kaum verfälscht wird.“ Transienten würden präzise übertragen und die Sensor-gesteuerten Subwoofer sorgten für den nötigen Druck im Bass, ohne zu wummern. „Darum gehören die Systeme für Veranstaltungen dieser Art für mich zur ersten Wahl.“
Für den FOH-Mix bestand die Aufgabe vor allem darin, eine angenehme Lautheit zu erzeugen, ohne Balance und Dynamik des Orchesters zu stark zu beeinflussen. „Das hr-Sinfonieorchester klingt akustisch fantastisch“, betont Kolb, „wenn man es schafft, diesen Klang mit und trotz der notwendigen technischen Hilfsmittel ins Publikum zu übertragen, hat man schon viel richtig gemacht.“ Dass dies beim Europa Open Air gelang, zeigten für ihn nicht zuletzt die Reaktionen der Besucher: „Mein Eindruck war, dass wieder sehr viele Menschen bei unserem Konzert eine tolle Zeit hatten. Denn darum geht es letztendlich. Das erzeugt bei mir persönlich mehr Gänsehaut als meine eigene Tonmischung.“ Unterstützt wurde Kolb am FOH von Tonmeister Christoph Claßen, der während des Konzerts die Partitur im Blick behielt.
Eingesetztes CODA Audio-Material beim Europa Open Air am 20.8.2026:
PA und Delay:
28x AiRAY 90° – High Output 3-Wege Doppel 12-Zoll-Line-Array
8x AiRAY 120° – High Output 3-Wege Doppel 12-Zoll-Line-Array
30x CiRAY 90°– High Output 3-Wege Doppel 10-Zoll Line-Array System
6x CiRAY 120° – High Output 3-Wege Doppel 10-Zoll Line-Array System
16x ViRAY 80° – Kompaktes 3-Wege Doppel 8-Zoll Line-Array System
8x ViRAY 120° – Kompaktes 3-Wege Doppel 8-Zoll Line-Array System
12x APS 120° – 3-Wege Arrayable Point Source
12x SCP –
2x 18 Zoll-Sensor Controlled Subwoofer
4x T-Rack – 12-Kanal Systemverstärker-Rack
12x M-Rack – 4-Kanal-Systemverstärker-Rack
Monitoring:
2x CUE ONE – Hochleistungs 3-Wege-Bühnenmonitor
8x CUE FOUR – Hochleistungs 3-Wege-Bühnenmonitor
8x HOPS8 – 2-Wege Punktschallquelle
10x HOPS5 – 2-Wege Punktschallquellen
2x T-Rack – 12-Kanal Systemverstärker-Rack
1x M-Rack – 4-Kanal-Systemverstärker-Rack