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Große Bühnen, Festivals und weitläufige Veranstaltungsflächen stellen besondere Anforderungen an die Beleuchtung. Ein Profiler muss hier nicht nur genügend Lichtleistung mitbringen. Auch ein enger Abstrahlwinkel, flexible Möglichkeiten zur Lichtgestaltung und ein wetterfestes Gehäuse können entscheidend sein.
Genau für solche Anwendungen sind der Prolights Astra Profile300LTIP und der Prolights Astra Profile500LTIP ausgelegt. Das Kürzel LT steht dabei für „Long Throw“. Beide LED Moving Heads kombinieren eine für größere Distanzen ausgelegte Optik mit IP65 und einer umfangreichen Ausstattung für die Lichtgestaltung.
Trotz des gemeinsamen Grundkonzepts unterscheiden sich die beiden Modelle bei Lichtleistung, Optik und einzelnen Funktionen. Schauen wir uns deshalb genauer an, was die beiden Astra Profile bieten.
Prolights Astra Profile300LTIP mit 300 Watt und 12.000 Lumen
Der Prolights Astra Profile300LTIP ist das kleinere der beiden Modelle. Seine 300 W LED arbeitet mit einer Farbtemperatur von 6.500 K und erreicht einen Lichtstrom von 12.000 Lumen. Vor dem LED-Modul sitzt eine 135 mm große Frontlinse. Der Zoombereich reicht von etwa 4° bis 44°. Damit kann der LED Profilscheinwerfer sowohl einen engen Lichtstrahl als auch eine deutlich breitere Projektion erzeugen. Gerade der kleine minimale Abstrahlwinkel ist für einen Long Throw Moving Head interessant. Soll Licht über größere Entfernungen gezielt auf eine Bühne, einen Aufbau oder eine bestimmte Fläche gebracht werden, lässt sich der Beam entsprechend eng einstellen. Gleichzeitig bleibt durch den großen Zoombereich genügend Spielraum für andere Anwendungen.
Prolights Astra Profile500LTIP mit 25.000 Lumen
Mehr Leistungsreserven bietet der Prolights Astra Profile500LTIP. Hier arbeitet eine 500 W LED mit ebenfalls 6.500 K. Der Lichtstrom steigt auf 25.000 Lumen. Passend zur höheren Leistung fällt auch die Frontlinse größer aus. Sie besitzt einen Durchmesser von 156 mm. Der Zoom reicht von etwa 4° bis 50°. Damit deckt der 500er einen noch etwas größeren Bereich ab als das kleinere Modell. Der Unterschied zwischen 12.000 und 25.000 Lumen macht deutlich, dass die Wahl zwischen den beiden Geräten nicht allein von der Ausstattung abhängt. Vor allem die benötigte Lichtleistung und die zu überbrückende Distanz dürften bei der Entscheidung eine wichtige Rolle spielen.
IP65 für Outdoor-Veranstaltungen
Beide Modelle sind als IP65 Moving Heads ausgeführt. Damit sind sie für Einsatzbereiche interessant, in denen Veranstaltungstechnik nicht ausschließlich unter einem Hallendach betrieben wird. Festivals, Stadtfeste und andere Outdoor-Produktionen gehören zu den naheliegenden Einsatzgebieten. Zusätzliche Wetterschutzlösungen für jeden einzelnen Moving Head können dadurch je nach Aufbau entfallen. Gleichzeitig bleibt die Technik auch für Indoor-Produktionen nutzbar. Zum Handling gehören außerdem arretierbare Pan- und Tilt-Achsen. Seitliche Griffe erleichtern Transport und Positionierung. Gerade bei einem Gewicht von 26 beziehungsweise 34 kg sind solche Details im Veranstaltungsalltag keineswegs nebensächlich.
CMY-Farbmischung und CTO für flexible Farben
Bei der Farberzeugung setzen beide Astra Profile auf eine CMY-Farbmischung. Cyan, Magenta und Yellow können stufenlos miteinander kombiniert werden. Dadurch ist die Farbauswahl nicht auf einige wenige Filter eines Farbrads beschränkt. Zusätzlich steht ein linearer CTO zur Verfügung. Damit lässt sich die Farbtemperatur des Weißlichts anpassen. Unterschiede gibt es beim zusätzlichen Farbrad. Der Prolights Astra Profile300LTIP verfügt über zwölf Farbfilter. Beim Prolights Astra Profile500LTIP stehen fünf Farben sowie ein High-CRI-Filter zur Verfügung. Durch die Kombination aus CMY und Farbrad stehen sowohl frei gemischte Farben als auch direkt abrufbare Farbfilter zur Verfügung.
Gobos für Strukturen und Projektionen
Ein Profiler soll Licht nicht nur hell und farbig machen. Strukturen gehören ebenfalls zu seinem Werkzeugkasten. Der Prolights Astra Profile300LTIP besitzt ein Goborad mit sieben rotierenden Gobos. Beim Prolights Astra Profile500LTIP kommt ein zweites Goborad mit acht statischen Gobos hinzu. Damit lassen sich unterschiedliche Muster und Strukturen projizieren. Die rotierenden Gobos können zusätzlich bewegt werden. Auch ein Gobo-Shake steht zur Verfügung, das größere Modell bietet durch sein zusätzliches statisches Goborad entsprechend mehr Auswahl.
Animationsrad und Prisma erweitern die Effekte
Neben den Gobos steht ein Animationsrad zur Verfügung. Es kann mit vorhandenen Projektionen kombiniert werden und dadurch zusätzliche Bewegung in die Lichtstruktur bringen. Neben einer kontinuierlichen Rotation lässt sich das Rad auch indexieren und damit gezielt positionieren. Weitere Möglichkeiten eröffnen die beiden Prisma-Effekte. Dazu gehört ein lineares Prisma, das ebenfalls positioniert und in Rotation versetzt werden kann. Gerade die Kombination verschiedener Funktionen macht die Effektsektion interessant. Ein Gobo muss schließlich nicht für sich allein stehen. Durch Animation, Prisma und Bewegung lassen sich aus einer einzelnen Projektion deutlich komplexere Lichtbilder erzeugen.
Frostfilter für weichere Lichtkanten
Nicht jede Anwendung verlangt nach einem harten und klar abgegrenzten Lichtstrahl. Dafür stehen unterschiedliche Frostfilter zur Verfügung. Light Frost macht die Projektion weicher, ohne ihren Grundcharakter vollständig aufzulösen. Heavy Frost erzeugt eine deutlich diffusere und breitere Lichtverteilung. Aus einem Profiler wird dadurch zwar kein klassischer Wash-Moving-Head. Der Einsatzbereich lässt sich mit Frost dennoch erweitern. Besonders dann, wenn statt einer scharf gezeichneten Projektion eine weichere Ausleuchtung gefragt ist, bietet diese Funktion zusätzliche Möglichkeiten. Der Prolights Astra Profile500LTIP besitzt darüber hinaus eine Iris. Für den 300er ist diese Funktion in den vorliegenden Produktinformationen nicht angegeben.
Framing Shutter für präzise Lichtgestaltung
Eine der wichtigsten Funktionen eines Profilers ist der Framing Shutter. Mit den Blendenschiebern lässt sich der Lichtstrahl gezielt begrenzen. Vier einzelne Blades können in den Strahlengang gefahren und ausgerichtet werden. Dadurch lassen sich beispielsweise Bühnenbereiche, Schilder, Kulissen oder andere Flächen gezielt beleuchten, während angrenzende Bereiche ausgeblendet bleiben. Zusätzlich kann die komplette Blendenschiebereinheit gedreht werden. Dadurch muss sich die gewünschte Begrenzung nicht an der horizontalen oder vertikalen Ausrichtung des Scheinwerfers orientieren. Für Anwendungen, bei denen Licht präzise auf einer bestimmten Fläche landen soll, ist das wesentlich flexibler als eine reine Zoom- oder Iris-Lösung.
Steuerung über DMX, CRMX und Art-Net
Auf der Rückseite stehen bei beiden Geräten 5-polige DMX-Anschlüsse zur Verfügung. Unterschiede gibt es bei der drahtlosen Steuerung. Beim Prolights Astra Profile300LTIP kann ein W-DMX– und CRMX-Receivermodul optional ergänzt werden. Beim Prolights Astra Profile500LTIP ist die entsprechende Funklösung bereits integriert. Das größere Modell bietet darüber hinaus Art-Net über eine Netzwerkverbindung. Auch beim Stromanschluss wurde an größere Setups gedacht. Die Stromversorgung lässt sich durchschleifen. Werden mehrere Geräte nebeneinander eingesetzt, muss dadurch nicht zwangsläufig für jeden einzelnen Moving Head eine separate Stromleitung bis zur Verteilung gezogen werden.
Display lässt sich ohne externe Stromversorgung bedienen
Ein interessantes Detail findet sich beim Display. Dieses kann batteriebetrieben genutzt werden. Dadurch lassen sich Einstellungen bereits vornehmen, bevor der Moving Head an die Stromversorgung angeschlossen ist. Beispielsweise kann die DMX-Adresse schon im Lager oder während der Vorbereitung des Aufbaus konfiguriert werden. Beim Prolights Astra Profile500LTIP stehen außerdem Statusanzeigen für W-DMX und Ethernet zur Verfügung. Die Bedientasten besitzen klar spürbare Druckpunkte, was die Bedienung auch unter ungünstigeren Bedingungen erleichtert.
43 DMX-Kanäle beim Profile500LTIP
Der Prolights Astra Profile500LTIP arbeitet mit einem DMX-Modus mit 43 Kanälen. Statt zahlreiche unterschiedlich umfangreiche Modi bereitzustellen, werden die verfügbaren Funktionen damit gemeinsam abgebildet. Bei einem Moving Head mit CMY, CTO, Gobos, Animation, Framing Shutter, Frost und weiteren Funktionen ist eine entsprechende Kanalzahl wenig überraschend.
Prolights Astra Profile300LTIP oder doch lieber Profile500LTIP?
Welches Modell besser passt, hängt vor allem von der Anwendung ab. Das Grundkonzept teilen sich beide Geräte: IP65, Long-Throw-Optik, CMY, CTO, Gobos, Animation, Frost, Prisma und Framing Shutter stehen bei beiden Varianten zur Verfügung. Der Prolights Astra Profile300LTIP kombiniert 300 Watt LED-Leistung und 12.000 Lumen mit einem Gewicht von 26 kg. Dazu kommt ein Zoombereich von etwa 4° bis 44°. Wer mehr Lichtleistung benötigt, findet beim Prolights Astra Profile500LTIP 500 Watt und 25.000 Lumen. Der Zoom reicht bis etwa 50°. Mit 34 kg ist das Gerät schwerer, bietet dafür aber zusätzliche Funktionen wie das zweite Goborad, eine Iris sowie integriertes W-DMX und CRMX. Der 500er ist damit nicht einfach nur die leistungsstärkere Variante. Er erweitert auch die Effekt- und Steuerungsmöglichkeiten.
Fazit zum Prolights Astra Profile
Mit dem Prolights Astra Profile300LTIP und Prolights Astra Profile500LTIP stehen zwei Long Throw Moving Heads zur Verfügung, die hohe Reichweite mit einer umfangreichen Profiler-Ausstattung kombinieren. Das kleinere Modell liefert 12.000 Lumen aus einer 300-W-LED und deckt mit seinem 4° bis 44° großen Zoom einen breiten Bereich ab. Beim größeren Prolights Astra Profile500LTIP steigen die Werte auf 500 Watt, 25.000 Lumen und etwa 4° bis 50°. Für die eigentliche Lichtgestaltung stehen Funktionen wie CMY-Farbmischung, CTO, Gobos, Animationsrad, Frostfilter, Prisma und Framing Shutter bereit. Dank IP65 sind beide Modelle zudem auf Einsätze außerhalb klassischer Indoor-Locations vorbereitet.
Damit richten sich die beiden Astra Profiles besonders an Anwendungen, bei denen Licht über größere Distanzen präzise gesteuert werden soll. Festivals und andere Outdoor-Veranstaltungen gehören ebenso dazu wie Produktionen, bei denen ein wetterfestes Long Throw LED Moving Profile mit umfangreichen Gestaltungsmöglichkeiten gefragt ist.
Der deutsche Vertrieb von Prolights ist die Lightpower GmbH.