„Let’s Do It Again, Again!“

Foto: Stephan Kwiecinski Foto: Stephan Kwiecinski
Pressemitteilung: Robe, 18. September  2026

Howard Carpendale feiert in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag und verabschiedet sich mit der großen Hallentournee „Let’s Do It Again, Again!“ endgültig von den großen Bühnen.

Für die technische Umsetzung der emotionalen Abschiedsshow durch Deutschland, Österreich und die Schweiz zeichnet sich der Generaldienstleister Satis & Fy verantwortlich. Lichtdesigner Lutz John setzte dabei auf ein Konzept mit zentralen Elementen von Robe.

Es ist ein würdiger Abschied, der Musikgeschichte schreiben wird: Nach sechs unglaublichen Jahrzehnten im Scheinwerferlicht zog es Howard Carpendale ein letztes Mal auf große Hallentournee. Mit zeitlosen Hits wie „Hello Again“, „Ti Amo“ und „Nachts, wenn alles schläft“ prägte der legendäre Entertainer den Soundtrack mehrerer Generationen. Nachdem die Vorgängertour „Let’s Do It Again!“ im Jahr 2024 von Publikum und Kritikern gleichermaßen frenetisch gefeiert wurde, erfüllte sich Carpendale den eigenen Wunsch nach einer Fortsetzung. Begleitet von seiner 15-köpfigen Band und getragen von einer eingeschworenen Crew, wurde dieses finale Live-Highlight ein zutiefst emotionales Erlebnis, das den Bogen über ein einzigartiges Lebenswerk spannte.

Hinter den Kulissen der Großproduktion zog Andreas Fiekers, Projektleiter bei Satis & Fy (S+F) für Live Entertainment, die Fäden. Fiekers, der bereits seit der Gründung des heutigen Standorts Werne im Jahr 2002 für das Unternehmen tätig ist, blickt auf eine erfolgreiche Historie zurück. Die aktuelle Tournee markierte dabei den zweiten Abschnitt einer Partnerschaft, die 2024 begann. Da S+F regelmäßig als technischer Dienstleister für Semmel Concerts agiert, kam der Kontakt und letztlich die Auftragserteilung über den renommierten Veranstalter zustande.

Am Standort Werne greift der Dienstleister auf eine fest eingespielte Einheit im Bereich Live Entertainment zurück. Diese besteht aus spezialisierten Projektleitern und Fachplanern, die sich explizit dem Tourneegeschäft widmen. Obwohl die Niederlassung auch Industrie- und andere Projekte realisiert, liegt der klare Fokus auf dem Entertainment-Sektor. Die gewachsenen, beinahe familiären Strukturen prägten die gesamte Zusammenarbeit, wie Andreas Fiekers betont: „Die Mischung aus Veteranen und jüngeren Musikern verleiht der Produktion den Charakter eines perfekt funktionierenden ‚Family Business‘, was der Arbeitsatmosphäre sehr zugute kommt.“

Foto: Stephan Kwiecinski
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Während der einwöchigen Probenphase in Riesa war Fiekers persönlich vor Ort. Im laufenden Tourbetrieb beschränkte er sich als Projektleiter im Hintergrund auf gelegentliche Besuche, da die Produktion extrem professionell und ohne Komplikationen verlief. Die zentralen Ansprechpartner auf Kundenseite waren Philipp Klarmann von der Touring Production bei Semmel Concerts sowie die Projektleitung um Matthias Baumann und Christin Harnack.

Dass diese Arena-Tour den endgültigen Abschied markiert, steht fest: Eine Fortsetzung in dieser Größenordnung ist ausgeschlossen. Während in der Branche über einen zeitlich versetzten Nachschlag im kleineren Rahmen spekuliert wird, hat Carpendale eine erneute Hallentournee durch die großen Arenen definitiv ausgeschlossen, um sich der Belastung nicht mehr auszusetzen. Punktuelle Auftritte an festen Spielstätten bleiben jedoch eine denkbare und logistisch komfortable Alternative für die Zukunft, da seine Leidenschaft für die Bühne ungebrochen ist.

Auch gestalterisch ging die Produktion eigene Wege. Seitens des Managements gab es zwar klare Vorgaben für die Dimensionierung der Gewerke durch das übergeordnete Lichtdesign, jedoch keine strikten Vorgaben für spezifische Lampentypen. Dies ermöglichte es S+F, wirtschaftlich optimiert auf den hauseigenen Mietstock in Werne zurückzugreifen. Lediglich einige Spezialeffekte wurden exakt nach den Wünschen des Designers zugemietet. Das finale Setup setzte sich schließlich aus Beschallungssystemen von L-Acoustics, Lichttechnik aus dem Hause Robe und LED-Panels von Roe Visual zusammen.

Das visuelle und kinetische Kernstück des Setdesigns war zweifellos ein frei beweglicher Ring, der über der Bühne schwebte. Diese absolute Sonderanfertigung wurde speziell im Hause S+F entworfen, konstruiert und gefertigt. Über eine präzise Kinetik-Steuerung brachte dieses Element eine enorme Dynamik in das sonst oft statische Bühnenbild.

Foto: Stephan Kwiecinski
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Visuelles Highlight: Das Lichtdesign mit Robe

Die kreative Federführung für das Licht- und Setdesign lag vollständig bei Lutz John, dessen visionäre Renderings von der Fachplanung bei S+F in eine präzise, tourtaugliche Realität für alle Gewerke übersetzt wurden. Das Lichtdesign überzeugte durch Klarheit und Wandlungsfähigkeit. 50 Robe Esprite, verteilt im Floorset unter der LED-Wand, Backtruss und Fronttruss, waren dabei wichtiges Lichtwerkzeug. „Der Robe Esprite ist seit seiner Markteinführung vor gut sechs Jahren bei den meisten Projekten in der Spot-Klasse häufig meine Wahl. Er bietet mit seinen 28 kg ein gutes Gewicht/Helligkeitsverhältnis.
Es ist mir wichtig, dass nicht unnötig viel Last in ein Set eingebracht werden muss. Außerdem gefallen mir die Farben, die Abbildungsqualität und das Spektrum vom Esprite“, so Lutz John. Das Frontlicht wurde durch drei Forte ergänzt, die über FollowMe angesteuert wurden.

Ein vermeintlicher Trend zum Verzicht auf LED-Wände zugunsten schlichter Backdrops, wie er in der Branche jüngst diskutiert wurde, ist laut Fiekers ohnehin keine reine Budgetfrage. Erfolgreiche Produktionen verfügen nach wie vor über adäquate Budgets, da die Umsätze bei Künstlern mit hoher Social-Media-Reichweite und mehrfach ausverkauften Arenen stimmen. Andreas Fiekers stellt klar: „Der Verzicht auf eine Videowand ist keineswegs rein monetär begründet, sondern oft ein bewusst gewähltes stilistisches Mittel. Wenn die essenzielle Interaktion mit den Zuschauern im Vordergrund stehen soll, kann eine reizreduzierte Bühne die deutlich stärkere Inszenierung sein.“

Mit insgesamt 22 Shows und exzellenten Zuschauerzahlen zieht die Produktion schließlich eine rundum positive Bilanz. Für Satis & Fy war das Projekt ein voller Erfolg, der die Leistungsfähigkeit des Teams untermauert. Andreas Fiekers resümiert die gelungene Umsetzung: „Unsere Aufgabe bestand darin, diese visuelle Vision aufzugreifen und über die eigene Fachplanung in eine präzise, tourtaugliche Realität für alle Gewerke zu übersetzen.“ Das ist dem Team hervorragend gelungen.

Das kreative Kern bestand aus Kai Maser (Idee, Regie und Choreografie), Lutz John (Licht- und Bühnengestaltung) und Haegar Deutsch (Videogestaltung). Neben Projektleiter Andreas Fiekers gehörten noch Mika Brenne (Gewerkeleitung Licht), Sascha Laue (Systemtechnik/Netzwerk), Oliver Krapik (Operator Kinetik), Hermann Bodin (FOH Audio), Jogi Esser (Monitor), Martin Kühlechner (Gewerkeleitung Audio), Jonas Krumsiek (Audio System), Gerd Friedmann (Bildmischung), Nina Bittner (Head of LED), Ossi Ostendorf (Stagemanager) Paulus Burgers und Stefan Utecht (Stageset) zum Team.